1.  Behandlungsvoraussetzungen | Behandlungsleistungen | Praxis-Organisation

1.1  Behandler | Behandlungsleistungen

Der Behandler (Praxis-Inhaber) ist als Heilpraktiker für Psychotherapie  (Staatliche Zulassung gemäß Heilpraktikergesetz | HeilprG) durch die Erteilung der Erlaubnis seitens der zuständigen Behörde zur
berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde im Bereich Psychotherapie gem. Heilpraktikergesetz berechtigt.

Die Tätigkeit (Behandlungsleistungen) umfasst die selbständige/freiberufliche/berufsmäßige Ausübung der Heilkunde gemäß Heilpraktikergesetz (HeilprG), ausschließlich im Bereich der Psychotherapie.
Sie erstreckt sich von der Prävention, Untersuchung, Feststellung/Diagnostik seelischer Störungen/Krankheiten bis hin zu ihrer Therapie/Behandlung und Nachsorge. Bei Erfordernis kann sie
unterstützenden/supportiven Charakter haben bzw. neben den therapeutischen Maßnahmen auch Interventionen der psychologischen Beratung einschließen.

Es werden keine Untersuchungen, Feststellungen/Diagnosen, Therapien/Behandlungen im Zusammenhang körperlicher Störungen/Krankheiten angeboten bzw. durchgeführt. Die Behandlungssitzungen
können in Form einer Einzeltherapie, Paar- bzw. Partnertherapie, Familientherapie oder Gruppentherapie stattfinden.

1.2  Behandlungsvertrag

Aufgrund einschlägiger Forderungen wird zwischen Behandler (Auftragnehmer) und Patient (Auftraggeber) grundsätzlich ein schriftlicher Behandlungsvertrag vom Typus eines Dienstleistungsvertrages
(gem. § 611 ff. BGB) geschlossen. Bei minderjährigen Patienten wird der Behandlungsvertrag zwischen dem Behandler und deren gesetzlichem Vertreter (Auftraggeber) vertretungsweise für den
Patienten (minderjährige Person) geschlossen.

Patienten betreffend, für die vom zuständigen Betreuungsgericht nach dem Bundesbetreuungsgesetz ein Betreuer für den Aufgabenkeis Gesundheitsfürsoge bestellt wurde, kommt der
Behandlungsvertrag zwischen dem Behandler und dem bestellten Betreuer (Auftraggeber) vertretungsweise für den Patienten (betreute Person) zustande. Patient ist immer die Person, welche die
Behandlungsleistung empfängt und die seitens des Behandlers zu erbringenden Behandlungsleistungen persönlich in Anspruch nimmt.

1.3  Behandlungsort | Hausbesuche

Behandlungsort ist grundsätzlich die Praxis des Behandlers. In begründeten Ausnahmefällen (z.B. u.a. bei körperlichen Behinderungen, Pflegebedürftigkeit etc.), sind auch Hausbesuche möglich. Von
ausschließlich telefonisch geführten Behandlungen wird Abstand genommen.

1.4  Ausschluss körperlicher Ursachen

Zu Beginn der Behandlung ist das mögliche Vorliegen einer dem Beschwerdebild des Patienten zu Grunde liegenden körperlichen (somatischen) Störungs-/Krankheitsursache durch geeignete ärztliche
Untersuchung(en) auszuschließen. Dem Patienten wird daher empfohlen, sofern noch nicht geschehen, sich zu diesem Zweck in ärztliche Behandlung zu begeben. Nach Ausschluss etwaiger körperlicher
Störungs-/Krankheitsursachen kann die psychotherapeutische Behandlung aufgenommen werden.

1.5  Aufklärung des Patienten | Klienten

Zu Beginn der Behandlung, und soweit erforderlich auch in deren Verlauf, klärt der Behandler den Patienten in verständlichen Worten über sämtliche für die Behandlung wesentlichen Umstände/Aspekte
auf (Beispiele, u.a.: Nutzen, Chancen, Risiken, Nachteile, Wirkung, Alternativen und Kosten der Behandlung etc.).

1.6  Anwendung von Interventionen und Behandlungsverfahren

Es finden nur Interventionen und Behandlungsverfahren Anwendung, in welchen der Behandler nachweislich ausgebildet ist und die der Behandler beherrscht. Seitens des Behandlers wird eine
angemessene und angesichts der jeweils vorliegenden Symptomatik/Störung/Erkrankung/Patientensituation ausreichende Behandlung angestrebt. Der Behandler wendet in Betreuung, Behandlung sowie
auch sonst im Umgang mit seinen Patienten größtmögliche Sorgfalt an.

1.7  Rezepte | Medikamente | Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen

Es werden keine Medikamente/Substanzen verordnet bzw. empfohlen sowie keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt.

1.8  Einhaltung hygienischer Standards

Die für eine Praxis der Psychotherapie geltenden hygienischen Standards werden eingehalten.

1.9  Terminvereinbarung | Wartezeiten | Diskretion

Behandlungstermine werden individuell gestaltet und sind nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich. So entsteht für den Patienten keine Wartesituation. Der Patient hat im Regelfall keinen
Kontakt zu anderen Patienten (Diskretion).

1.10  Weiterleitung des Patienten

In Abhängigkeit der ausgeprägten Symptome/Störung/Krankheit, ihrer Auswirkungen und indizierten Therapie, kann eine ambulante/stationäre Behandlung durch einen anderen
Heilpraktiker/Arzt/Therapeuten erforderlich sein. Der Patient wird erforderlichenfalls darauf hingewiesen.

1.11 Behandlung bei organisch/körperlich/somatisch verursachten Beschwerden

Bei organisch/körperlich/somatisch verursachten Beschwerden können psychotherapeutische Behandlungen/Therapien keinesfalls eine körperliche Untersuchung/Diagnostik/Behandlung/Therapie durch
einen somatisch arbeitenden Heilpraktiker/Arzt ersetzen. Dem Patienten wird empfohlen, sich in die Behandlung eines somatisch arbeitenden Heilpraktikers/Arztes zu begeben.

Sollten sich die körperlichen Beschwerden dennoch als seelisch verursacht (psychogen) erweisen, kann eine psychotherapeutische Behandlung nach sicherem Ausschluss einer körperlichen Verursachung
aufgenommen werden.

1.12  Schweigepflicht | Entbindung von der Schweigepflicht

Der Behandler verpflichtet sich, bezüglich seiner gesamten Kenntnis, die er innerhalb seiner Berufsausübung zur Person und Behandlung seines Patienten erhält, Stillschweigen zu bewahren. Dies gilt
auch für den Zeitraum nach Beendigung des Behandlungsverhältnisses. In besonderen Fällen kann der Patient den Behandler ausdrücklich von seiner Verschwiegenheitspflicht entbinden. Dies bedarf
einer gesonderten, ausdrücklichen und schriftlichen Erklärung des Patienten. Von seiner Schweigepflicht befreit ist der Behandler in Ausnahmefällen nur dann, wenn er aufgrund gesetzlicher
Bestimmungen auf gerichtliche bzw. behördliche Anordnung zur Weitergabe von Informationen verpflichtet ist/wird oder auch bei Auskünften an Personensorgeberechtigte (dies gilt jedoch nicht bei
Ehegatten, Familienangehörigen oder Verwandten).

2.  Abrechnung der Behandlungsleistungen

Heilpraktiker nehmen nicht am System der gesetzlichen Krankenversicherungen teil. Gesetzlich Krankenversicherte erhalten aus diesem Grund von ihrer Versicherung keine Erstattung der
Behandlungskosten. Privat Krankenversicherte mit Voll- oder Zusatz-Versicherung und beihilfeberechtigte Patienten können, abhängig vom abgeschlossenen Versicherungstarif, über einen
Kosten-Erstattungsanspruch ihrer Behandlungskosten gegenüber ihrer Versicherung bzw. gegenüber ihrem Beihilfeträger verfügen. Dem Patienten wird empfohlen, sich vor Aufnahme der Behandlung
über die für ihn geltenden Regelungen bei seiner Krankenversicherung zu informieren.

Etwaige Kostenerstattungen durch Privatkrankenversicherungen sind oftmals an die Sätze des unverbindlichen Gebührenverzeichnisses (GebüH) für Heilpraktiker gebunden. Etwaige Nichterstattungen
oder Differenzen zwischen evtl. erstattungsfähigen Beträgen aus dem Gebührenverzeichnis (GebüH) und dem vertraglich vereinbarten Honorar, werden vom Patienten getragen. Sofern erforderlich,
obliegt dem Patienten die eigenverantwortliche Durchführung des Kostenerstattungsverfahrens mit seiner Privatkrankenversicherung.

Die Regelungen sämtlicher Erstattungsverfahren haben keinen Einfluss auf das vereinbarte Heilpraktiker-Honorar. Sowohl die getroffene Honorar-Vereinbarung zwischen Patient und Behandler als auch
der Honorar-Anspruch des Behandlers sind vollständig unabhängig von jeglicher Versicherungs- und/oder Beihilfeleistung.

Im Falle nicht in Anspruch genommener, jedoch fest vereinbarter Behandlungstermine, wird ein Ausfallhonorar in Höhe von 50,00 % der vereinbarten Gesamtgebühr fällig. Das Ausfallhonorar ist sofort
zahlbar. Die vorstehende Zahlungsverpflichtung tritt nicht ein, wenn der Patient mindestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin absagt oder ohne eigenes Verschulden an der Wahrnehmung des
Termins verhindert ist. In diesem Fall ist der Grund der Verhinderung unverzüglich mitzuteilen und auf Verlangen nachzuweisen. Der Nachweis des Patienten, dass keine Schäden oder nur ein wesentlich
geringerer Schaden als die Höhe des Ausfallhonorars entstanden sei, bleibt hiervon unberührt. Dies gilt auch im Falle eines durch den Behandler nachgewiesenen höheren Schadens.

Ausnahme-Regelung bei einer Wartezeit von mehr als 3 Monaten:
Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts besteht unter bestimmten Voraussetzungen jedoch die Möglichkeit einer Teil- oder Voll-Erstattung der Therapiekosten durch die gesetzliche
Krankenversicherung, wenn es dem Patienten nachweislich nicht möglich ist, innerhalb von 3 Monaten einen Therapieplatz zu erhalten. Dem Patienten wird empfohlen, sich vor der Aufnahme einer
psychotherapeutischen Behandlung bei seiner Krankenversicherung nach den hierfür geltenden Regelungen und Abrechnungsvoraussetzungen zu erkundigen.

3.  Befreiung von der Umsatzsteuer

Heilkundliche Tätigkeiten im Sinne der auf dieser Homepage angebotenen Behandlungsleistungen sind gemäß § 4 Nr. 14 UStG von der Umsatzsteuer befreit.

4.  Dokumentationspflicht | Eigentum von Behandlungsaufzeichnungen

Alle für Untersuchung, Diagnostik, Intervention/Therapie und Nachsorge erhobenen/ermittelten wesentlichen Patienten-Informationen und Behandlungsdaten werden schriflich innerhalb einer
Patientenakte (evtl. in Form einer elektronischen Akte)dokumentiert bzw. gespeichert/archiviert und sind uneingeschränktes Eigentum des Behandlers.

5.  Erhebung | Speicherung | Analyse | Aufbewahrung | Verwendung von Daten

Der Behandler verpflichtet sich, alle Angaben und Informationen des Patienten grundsätzlich streng vertraulich zu behandeln (Schweigepflicht, Datenschutz). Seitens des Patienten wird die Erhebung,
elektronische Speicherung/Analyse/Aufbewahrung/Archivierung/Verwendung der von ihm gelieferten Informationen, persönlichen Daten sowie der entstehenden Behandlungsdaten ausdrücklich erlaubt.
Dies schließt auch die unterstützende Verwendung elektronischer Technik/Software der
IT/Informatik/Datenverarbeitung/Computertechnik/Speichertechnik/Verschlüsselungstechnik/Sicherheitstechnik/Audiotechnik/Fototechnik/Videotechnik mit ein. Der Patient stimmt einer
Lichtbildaufnahme (Foto) zur Ergänzung der Behandlungsaufzeichnungen zu. Die durch den Patienten zur Verfügung gestellten persönlichen Informationen und entstehenden Behandlungsdaten werden
ausschließlich zu den beabsichtigten Behandlungszwecken verwendet. Alle Patienteninformationen werden grundsätzlich unter Verschluss gehalten und vor etwaigen Zugriffen Unbefugter geschützt.

6.  Nutzung isolierter Behandlungsinformationen

Die Behandlungsleistungen sind inhaltlich und strukturell individuell auf die Situation und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Von einer Übertragung von Behandlungsinhalten und
Therapie-Erfahrungen durch den Patienten auf andere Personen mit der damit verknüpften Erwartung, ohne persönliche Leistung des Behandlers, bei diesen Personen gleiche oder ähnliche Effekte zu
erreichen, wird daher dringend abgeraten. Auch sind behandlungsbezogene vereinzelte oder vollständige Inhalte aus Homepage, ausgegebenen Informationsblättern und Verhaltensempfehlungen,
losgelöst aus dem Gesamtkontext und unabhängig von der persönlichen Behandlungsleistung des Behandlers nicht nutzbar bzw. nicht anwendbar. Sie stellen somit keine psychologische Beratung, keine
Handlungsempfehlung, keine Orientierungs- bzw. Verhaltensgrundlage sowie keine zielführende Therapie dar.

7.  Berufsverband

VFP | Verband freier Psychotherapeuten,
Heilpraktiker für Psychotherapie und
Psychologischer Berater e.V.
Lister Straße 7
30163 Hannover
Mitglied-Nr.: 27670

8.  Berufshaftpflichtversicherung

Continentale Sachversicherung AG
Ruhrallee 94
44139 Dortmund

Vertreten durch die Landesdirektion:
Zellerer GmbH
Forstenrieder Allee 70
81476 München
Telefon: 089 74112233
Versich.-Nr.: 598263289
Geltungsbereich: Deutschland

9. Mitgeltende Dokumente/Regelwerke

Die auf dieser Website erreichbaren "Allgemeinen Geschäftsbedingungen", "Datenschutz-Bestimmungen" und Regelungen zu den "Urheberrechten" sind mitgeltende Regelwerke zu den vorliegenden
"Rechtsgrundlagen".

10.  Gewährleistung | Garantie | Heilungsversprechen | Schadenersatzansprüche

Hinsichtlich des Behandlungserfolges werden keine Gewährleistung, Garantien oder Heilungsversprechen gegeben. Schadenersatzansprüche sind grundsätzlich ausgeschlossen.

11.  Ergänzungen, Änderungen und Löschungen

Verfasser und Herausgeber behalten sich das Recht vor, jederzeit ohne Vorankündigung, Änderungen, Ergänzungen und Löschungen der Inhalte, vollständig oder teilweise, zeitweise oder dauerhaft,
vornehmen zu können.

12.  Salvatorische Klausel

Sollten dargelegte rechtliche Regelungen der vorliegenden Internetseiten vollständig oder teilweise nicht den aktuell geltenden Rechtsbestimmungen bzw. nicht der aktuell geltenden Gesetzeslage
entsprechen bzw. nichtig oder unwirksam sein, so werden sie in einer Art und Weise ausgelegt, die dem beabsichtigten Zweck möglichst nahe kommt. Die übrigen Regelungen bleiben in Verbindlichkeit,
Bedeutung und Gültigkeit unberührt.
§ Rechtsgrundlagen
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Joachim Maria Franzen

Heilpraktiker für Psychotherapie
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